Mittersill

Einwohner: 5408
Bgm.: Dr. Wolfgang Viertler
Homepage: http://www.mittersill.at

Mittersill, der Hauptort und Mittelpunkt des Oberpinzgaues, verdankt seine Entstehung und Bedeutung der geografischen Lage im Schnittpunkt der Verkehrswege von Osten nach Westen und von Norden nach Süden. Nachdem Ende der letzten Eiszeit vor rund 12.000 Jahren sind die ältesten Spuren menschlicher Anwesenheit im Pinzgau festgestellt worden. Eine dauernde Anwesenheit von Menschen im Bereich des Oberpinzgaues ist aber erst in der Bronzezeit nachzuweisen. In diesem Zeitabschnitt erlangte der Pinzgau auf Grund seiner Kupferlagerstätten eine außerordentliche Bedeutung. In der Bronzezeit dem "ehernen Zeitalter" unseres Gaues, in dem dieses Gebirgsland von 1700 bis etwa 1000 vor Christi seine erste wirtschaftliche Blüte erlebt, bestand schon ein inneralpiner Ost-West-Verkehrsweg durch das obere Salzachtal bis Krimml. Im Pinzgau hat man ab 1500 v.Chr. nach Kupfer geschürft und konzentrierten sich die Lagerstätten des Kupfererzes im Bereich der Pinzgauer Grasberge. Die rege Bergbautätigkeit und die damit verbundene Eisengewinnung brachte eine intensive Besiedlung durch die Kelten mit sich. Das in der antiken Zeit sehr begehrte "Norische Eisen", das von Kärnten nach Italien verhandelt wurde, stammt zum Teil aus dem Pinzgau und wurde bereits damals über den Felbertauern transportiert. Aus der Zeit der Römerherrschaft war einst ein römischer Grabstein aus dem 2. Jh. n. Chr. im Mauerwerk der Felberkirche zu sehen. Er befindet sich heute im Kunsthistorischen Museum in Wien. Damit dürfte wohl sicher sein, dass die Römer den Felbertauern begangen haben.