Saalbach Hinterglemm

Einwohner: 2871
Bgm.: Alois Hasenauer
Homepage: http://www.saalbach.at/gemeinde

Der Name „Salpach“ taucht erstmals in einem Urbar um 1350 auf und leitet sich vom Namen des durch das Dorf fließenden Baches ab, der einst Salpach (heute Spielbergbach) hieß und in die Sale (Saalach) mündet. Woher der Name Clemb, Glemb, Glemm, wie Saalbach früher hieß stammt, darüber sind sich auch die Fachleute nicht einig (siehe Heimatbuch). 1987 wurde der Name der Gemeinde von Saalbach auf Saalbach-Hinterglemm abgeändert.

Der älteste Nachweis über die Besiedlung unseres Gebietes ist eine Nachricht über die Anlage der Schwaige Krumpfeichten (heute: Eibingbauer), im Jahre 1222. Schnell folgen weitere Schwaigen und in den Urbaren von 1350 – 1500 sind bereits 82 Häuser und Lehen angeführt.

Aus dem Jahr 1350 ist uns eine Urkunde mit folgendem Inhalt erhalten geblieben: „Johann Habichler vom Hof Salpach (curia de Salpach) dient 300 Käse und 60 dnr. Paursteuer.“ Um diesen Meierhof, heute Gasthof Post, hat sich der Weiler und später das Dorf Saalbach entwickelt, das dann wirtschaftliches Zentrum des ganzen Gemeindebereiches wurde. Das Dorf Saalbach ist auch seit jeher kirchliches Zentrum der Gemeinde gewesen. Mit Stiftsbrief von 1410 wurde bereits die zweite Sonntagsmesse gestiftet, so dass schon vor dem Jahre 1410 eine Kirche angenommen werden kann.

Wenn sich auch im Laufe der Zeit Handwerks- und Gewerbebetriebe in Saalbach niederließen, stellt doch die Bevölkerung aus der Land- und Forstwirtschaft stets die überwiegende Mehrheit. Das Jahr 1431 ist die Geburtsstunde der „Oberen Taferne“, des heutigen Gasthofs Post. 50 Jahre später wurde die Genehmigung für die „Untere Taferne“, den heutigen Unterwirt, erteilt.

Ein Höhepunkt der wirtschaftlichen Entwicklung des Ortes und der Gemeinde war sicherlich
1489 die Zuerkennung des Marktrechtes durch Erzbischof Johannes III Beckenschlager,
damit die sogenannte Notdurft der Bewohner dort und der Leute in den Bergwerken gesichert war. Eine sensationelle Entscheidung des damaligen Landesfürsten. Die Glemmer mussten ihre Waren und Erzeugnisse nicht mehr nach Zell am See oder Saalfelden liefern.
Trotz der guten wirtschaftlichen Entwicklung blieb Saalbach mit Vorder- und Hinterglemm
eine arme Bauerngemeinde, ein Seitental mit allen Merkmalen eines Notstandsgebietes,
bis durch den Skilauf in Saalbach die große Wende kam. Dafür sind vor allem drei Gründe
von ausschlaggebender Bedeutung: Das herrliche Skigelände der Pinzgauer Grasberge, die einsetzende günstige wirtschaftliche Entwicklung, insbesondere nach 1945 sowie die hervorstechende Tüchtigkeit und der Pioniergeist der Bewohner.
Für diese wirtschaftliche Entwicklung spielte auch das Vereinsleben eine gewisse Rolle, insbesondere die Arbeit des 1914 gegründeten Wintersportvereines, des heutigen Skiclubs Saalbach-Hinterglemm, der auch für die Werbung zuständig war und unserem Ort somit nationale und internationale Bekanntheit verschaffte. Nach 1948 haben dann der Verkehrsverein und seit 1980 der Fremdenverkehrsverband die Agenden des Fremdenverkehrs übernommen. Unsere Gemeinde hat sich vom armen Bergbauerngebiet zur weltberühmten inter-national bekannten Tourismusgemeinde Saalbach-Hinterglemm entwickelt, eine Gemeinde, die 1991 die Alpinen Skiweltmeisterschaften ausrichten konnte. Zu dieser enormen wirt-schaftlichen Entwicklung haben auch die Bergbahnen und Skiliftgesellschaften einen entscheidenden Beitrag geleistet.
Die ausführliche Beschreibung dieser Entwicklung ist im Heimatbuch Saalbach-Hinterglemm
zu finden. (Weitlaner Siegfried: Heimatbuch Saalbach-Hinterglemm. Vom armen Bergbauerndorf zum internationalen Fremdenverkehrsort.)