Viehhofen

Einwohner: 595
Bgm.: Reinhard Breitfuß
Homepage: http://www.viehhofen.at

Viehhofen, der Name setzt sich aus "Vieh" und "Hof" zusammen, hat eine Besonderheit: Es besitzt die einzigen, größeren vorgeschichtlichen Kupferbergbaue des Pinzgaues. Um die Jahre 1000 bis 700 v. Chr. erreichte die Erzgewinnung die höchste Blüte. Im 16.-17. Jahrhundert erfolgte eine Wiederbelebung des Bergbaues zur Kupfergewinnung. Und auch in der Zeit 1910-1914 wurden Abbauversuche gemacht. Unter den Viehhofener Bauernlehen kommt Rotenbach zuerst in alten Schriften vor. Dieses Lehen wird 1211 vom Ritter Otto dem Erzbischof Eberhard II. zurückgegeben, worauf es der Erzbischof der Mutter Ottos und seinen Schwestern zu Lehen gibt. Unter jenen Gütern, die für die Nonnen von St. Peter Hemden liefern müssen, sind die Lehen Lacken und Maurach, die 1244 in Viehhofen zu suchen sind. Im Dreißigjährigen Krieg wurden Landesschützen-Formationen aufgestellt, um eventuelle Einfälle der Schweden in unser Land abzuwehren. Man nannte diese Schützengruppen Landfahnen, die eine wirkliche Fahne zum Voraustragen bekamen. Am Gut Streitberg wurde eine solche Fahne aufbewahrt, die die Jahreszahl 1636 trug. 1767 erhielt Viehhofen eine Kapelle, die jedoch 1786 vom Hochwasser weggerissen wurde. Zu Weihnachten 1797 wurde der erste Gottesdienst in der neuen Kirche, die dem Hl. Josef geweiht ist, gehalten. 1891 wurde Viehhofen zur Pfarre. 1838 baute die Gemeinde Viehhofen ein eigenes Schulhaus. Zuvor wurde der Unterricht von Vikaren gehalten. 1901 wurde die Freiwillige Feuerwehr gegründet. Am 8. Mai 1912 begann ein 4-tägiger Regen welcher die Ortschaft total verwüstete, mehrere Häuser darunter das Gasthaus Unterwirt waren spurlos verschwunden. 1928 kam es wieder zu einem fürchterlichen Hochwasser, worauf der Arzbach, der durch das Dorf rinnt, 10 Sperren und eine größere Talsperre aus Beton bekam. 1914-1918 forderte der 1. Weltkrieg seine Opfer, 10 Gefallene, viele Vermisste. Bei der Grippeepidemie 1919 sind hier elf Personen gestorben. Im 2. Weltkrieg fallen 14 Soldaten, 7 werden vermisst. Am 21. März 1945 fiel im Kreuzerlehengraben eine größere Anzahl Fliegerbomben, durch die mehrere Kinder verletzt und ein Pferd getötet wurde. 1957 wurde der Verkehrsverein gegründet, da der Fremdenverkehr auch in Viehhofen immer mehr Bedeutung erhielt. Auch die Musikkapelle Viehhofen wurde wieder neu gegründet.