Unterpinzgau

Der Unterpinzgau ist der östlichste und zusammen mit dem Unteren Saalachtal die kleinste Teilregion des Pinzgaus und grenzt an den benachbarten Bezirk St. Johann (Pongau) an.

Die Teilregion Unterpinzgau weist aufgrund ihrer räumlichen Struktur und der Lage im alpinen Raum eine hohe Wohn- und Lebensqualität auf.

Die Erschließung des bestehenden Siedlungsraumes in der Teilregion, durch technische Ver- und Entsorgungsinfrastruktur, ist in einem hohen Ausmaß gegeben. Für die weitere Siedlungsentwicklung steht ein geringer Dauersiedlungsraum mit vielen Nutzungskonflikten (alpiner Raum, wenig Dauersiedlungsraum, Hochwasser, Gefahrenzonen, Hochspannungsleitungen, etc.) zur Verfügung. Die Erreichbarkeit der Siedlungsräume im Unterpinzgau abseits der Hauptverkehrsroute mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist schlecht und derzeit tlw. nicht gegeben und auch nicht herstellbar. Weiters liegen die Ortsbereiche teilweise an einer Durchzugsroute wodurch sich eine Lärmbelastung der naheliegenden Wohnbereiche ergibt.

In den letzten Jahren besteht eine sinkende Gesamtbevölkerungszahl in der Teilregion. Ziel der Teilregion ist es, diesem Trend entgegenzuwirken und unter Annahme einer durchschnittlichen Bevölkerungsentwicklung wie im gesamten Bundesland Salzburg, bis 2030 einen leichten Bevölkerungsrückzug zu erhalten. Um dieses Ziel zu erreichen müssen entsprechende Maßnahmen zur Mobilisierung des Baulandes und die Schaffung eines leistbaren Grundstücksmarktes geschaffen werden.

Weiters bestehen hohe Bodenpreise und daraus resultierend teurer Wohnraum v.a. aus der Sicht von Einheimischen bzw. Hauptwohnsitzern in der Teilregion. Dies ergibt sich unter anderem auch durch die erhöhte Nachfrage nach Zweitwohnsitzen, die teilweise auch in Gebieten liegen, die nicht dafür vorgesehen sind. Da die Bestimmungen des Salzburger Raumordnungsgesetz bzw. des Landesentwicklungsplans in Bezug auf Siedlungsentwicklung und Öffentlicher Verkehr als für den Unterpinzgau nicht anwendbar und in der Entwicklung hemmend erachtet werden, sollen Maßnahmen und Empfehlungen zur Änderung der Rahmenbedingungen forciert werden.

Zukünftige Entwicklungsschwerpunkte im Unterpinzgau sind:
- Stärkung der Gemeindeautonomie in der örtlichen Planung
- Lösung/Verbesserung des Problems der Gefahrenzonen, der Wildbach- und Lawinenverbauung
- Gegensteuern zum Trend der Bevölkerungsentwicklung, Bevölkerungszahl halten
- Schaffung von leistbaren Grundstücken
- Vereinheitlichung der Baulandsicherungsmodelle zur Gewährleistung von nutzbaren Grundstücken
- Vermeidung von Zersiedelung
- Gegensteuern zur Zweitwohnsitzproblematik in der Gesamtregion
- Verbessern der Anbindung an den Öffentlichen Verkehr