Ehrungsabend ausgeschiedener Pinzgauer Bürgermeister

Ehrung von sechs ehemaligen Bürgermeistern im Pinzgau. Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf, Gemeindeverbandspräsident Bgm. Günther Mitterer und Bezirkshauptmann Dr. Bernhard Gratz überreichten am Dienstag 29.10.2019 auf der Burg Kaprun gemeinsam mit Vors. Bgm. Hans Warter u. Stv. Vors. Bgm. Manfred Gaßner die Ehrenzeichen.

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Auf der Burg Kaprun wurden gestern sechs BürgermeisterInnen a.D. für ihre Verdienste um die Gemeinde und die Region in einem festlichen Rahmen in Kaprun geehrt. Bgm. Hans Warter, Vorsitzender der Pinzgauer BürgermeisterInnen- Regionalkonferenz konnte zahlreiche Ehrengäste, darunter Frau Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf, Gemeindeverbandspräsident Bgm. Günther Mitterer, LAbg. Bgm. Michael Obermoser, LAbg. Bgm. Hannes Schernthaner, Vizepräsidentin des österreichischen Gemeindebundes Bgm. Sonja Ottenbacher, Bezirkshauptmann Dr. Bernhard Gratz sowie die Pinzgauer Bürgermeisterinnen und Bürgermeister zu diesem besonderen Ehrungsabend begrüßen. 

Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf hält in ihren Grußworten fest: „Ein Bürgermeister ist vielmehr als bloß das politische Oberhaupt einer Gemeinde. Er ist Verwaltungsorgan, Betriebswirt, leutseliger Vertreter der Gemeinde bei öffentlichen Auftritten, Krisenmanager und Seelsorger in einer Person.“

Gemeindeverbandspräsident Günther Mitterer dankte in seiner Festansprache vor allem den Partnerinnen und Familien der ausgeschiedenen Bürgermeister: „Ohne den Rückhalt der Ehefrauen und der Familien wäre die Ausübung dieses anspruchsvollen und zeitintensiven Amtes nicht möglich.“

Der Vorsitzende der Pinzgauer BürgermeisterInnenkonferenz Bgm. Hans Warter hielt in humorvoller Art und Weise die Laudatien für die ausgeschiedenen Bürgermeisterinnen und Bürgermeister. Er wies insbesondere auf die Vielfalt der Tätigkeiten und auf das breite Wirken eines Bürgermeisters hin.  Dies kam auch bei den Lebensläufen der geehrten Bürgermeister klar zum Ausdruck.

Die Ehrung der ausgeschiedenen BürgermeisterInnen erfolgte auf einstimmigen Beschluss der Pinzgauer Bürgermeister- Regionalkonferenz.

Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf, Gemeindeverbandspräsident Bgm. Günther Mitterer und Bezirkshauptmann Dr. Bernhard Gratz überreichten gemeinsam mit Vors. Bgm. Hans Warter u. Stv. Vors. Bgm. Manfred Gaßner die Ehrenzeichen und Ehrenurkunden an die sechs ausgeschiedenen Bürgermeister.

Das Ehrengeschenk der Pinzgauer BürgermeisterInnenkonferenz wurde an Bgm. a.D. Peter Padourek (Zell am See, sechs Jahre von 2013 bis 2019) überreicht.

Die handgefertigten Ehrenzeichen der Pinzgauer Bürgermeisterkonferenz gingen an Bgm. a.D. Alois Gadenstätter (Maria Alm, neun Jahre von 2009 bis 2018) und Bgm. a.D. Hubert Lohfeyer (Unken, zehn Jahre von 2009 bis 2019).

Das Ehrenzeichen mit dem Bramberger Smaragd für mindestens 15 Jahre Amtszeit erhielten Bgm. a.D. Josef Leitinger (St. Martin bei Lofer, 15 Jahre von 2004 bis 2019), Bgm. a.D. Franz Wenger (Taxenbach, 25 Jahre von 1993 bis 2018) und Bgm. a.D. Peter Nindl (Neukirchen am Großvenediger, 39 Jahre von 1979 bis 2018).

Das Wirken der geehrten Bürgermeister zeigte sich wie folgt:

In der Gemeinde Zell am See sorgte Peter Padourek für die Umsetzung der Smart City Sonnengarten LIMBERG und einer Begegnungszone in der Unterstadt. Als weitere Meilensteine dürfen der Aufbau der Stadtpolizei, die Ausrichtung des österreichischen Städtetages 2017 und die Neustrukturierung des Tauernklinikums genannt werden. Darüber hinaus war Peter Padourek von 2013 bis 2019 Vorstandsmitglied der Pinzgauer BürgermeisterInnenkonferenz.

Alois Gadenstätter zeichnete sich in Maria Alm für den lückenlosen Zusammenschluss des Schigebietes von Maria Alm über Dienten nach Mühlbach, die Erweiterung und Neubau des Kindergartens, den Neubau des Feuerwehrhauses, den Umbau des Gemeindeamtes sowie für die Schaffung von ca. 100 Miet- bzw. Eigentumswohnungen verantwortlich.

Hubert Lohfeyer forcierte in Unken die Entwicklung der Gewerbegebiete, die Wiederbelebung der Festung Kniepass, den Hochwasserschutz im Dorfzentrum, den Neu- und Umbau des Gemeindekindergartens, die Zertifizierung als Wanderdorf sowie die Generalsanierung des Feuerwehrhauses. Darüber hinaus war Hubert Lohfeyer von 2014 bis 2019 Vorstandsmitglied der Pinzgauer BürgermeisterInnen-Konferenz und über zehn Jahre Vorsitzender örtlichen Lawinenwarnkommission.

Unter der Amtszeit von Josef Leitinger in St. Martin bei Lofer fielen die Generalsanierung des Gemeindeamtsgebäudes, die Entwicklung und  der Ausbau der Gewerbegebiete, die Wohnraumschaffung im Ortsteil Grubhof, die Friedhofserweiterung sowie die Lawinenverbauungen im Maria Kirchental und im Wildental. Leitinger war zudem im Vorstand der Pinzgauer BürgermeisterInnenkonferenz und Obmann des Regionalverbandes Salzburger Saalachtal.

Franz Wenger‘s Wirken der letzten 25 Jahre zeigte sich in Taxenbach vor allem in der Modernisierung der örtlichen Infrastruktur wie zum Beispiel der Bau der Feuerwehrzeugstätte, den Neubau des Schulzentrums, der Sanierung und der teilweise Neubau des Ortskanals und der Bau des Kindergartens. Wenger forcierte auch die Belebung des Ortskernes und sorgte für den Ankauf des Örglwirts. Franz Wenger brachte sein umfangreiches Wissen in der öffentlichen Verwaltung bzw. im Rechnungswesen auch als Koordinator in den ÖPNV Pinzgau ein und konnte somit einen wesentlichen Beitrag zum Ausbau des öffentlichen Personennahverkehr in der Region leisten.

In Neukirchen am Großvenediger ging mit Bgm. a.D. Peter Nindl, der 39 Jahre lang die Geschicke der Gemeinde leitete, eine Ära zu Ende.  Als seinerzeit längst dienender Bürgermeister in Österreich hat Peter Nindl die Wildkogelbahn zu einem wesentlichen touristischen Motor in der Region aufgebaut und hat die Gründung des Nationalparks Hohe Tauern vorangetrieben. Vor allem bei der Nationalparkgründung war Nindl Vorreiter in der Region. Für die Gemeinde zeichnete er sich für die Einführung von Baulandsicherungsmodellen, den Neubau der Feuerwehrzeugstätte inklusive Bergrettungsdienststelle, die Dorferneuerung im öffentlichen und privaten Bereich sowie für die Errichtung des Seniorenheimes verantwortlich. Als Multifunktionär war Peter Nindl auch als Obmann der Tourismusschule Bramberg, als Obmann des Reinhalteverbandes und als Vorsitzender des Zukunftskollegiums Nationalpark Hohe Tauern Neukirchen am Großvenediger tätig.

In bewegten Worten dankte Vors. Bgm. a. D. Hans Warter namens seiner Kollegen den ausgeschiedenen Bürgermeistern. "Es war eine wunderschöne Erfahrung mit euch allen gemeinsam in den Regionalkonferenzen der Pinzgauer Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern an der Weiterentwicklung der Region und den Gemeinden zu arbeiten. In diesen Konferenzen standen immer die Sache und das Bemühen nach gemeinsamen Lösungen über Parteigrenzen hinweg im Vordergrund.“